Der Week53-Weg

Haltung finden statt wegducken

Flexibilität und Agilität sind oft bemühte Vokabeln, um in VUCA (volatile, uncertain, complex, ambiguous) Zeiten, handlungsfähig zu erscheinen. Aber Flexibilität wird nur zu oft missverstanden als ein sich Wegducken, wenn’s ernst wird. Lieber doch nicht entscheiden, lieber anderen die schwere Entscheidung überlassen. Agilität wird dahingehend verstanden, dass man schnell auf wechselnde Situation zu reagieren in der Lage ist. Was, und das unterscheidet unsere Methode von der Konkurrenz, jedoch eigentlich ansteht, ist eine Haltung zu finden ohne rigide zu werden, und darauf basierend zu handeln.

Die Methode von Week 53 speist sich aus den Prinzipien der japanischen Kampfkunst Aikido. Eine zentrale Annahme dieser Philosophie ist, dass der Mensch sich und dem Fortschritt meistens selbst im Weg steht.

Daher lautet ein immer wieder zitierter Ausspruch des Gründers – Morihei Ueshiba:

„Der wahre Sieg ist der Sieg über sich selbst.“

Damit gemeint ist, dass wir uns allzu schnell und gerne unseren vordergründigen Wünschen nach Überlegenheit, Sieg und vermeintlicher Anerkennung hingeben, die allesamt als rigide und damit zum Scheitern verurteilt angesehen werden. Gleichzeitig verpassen wir es, uns der echten Auseinandersetzung zu stellen, auf eine Weise, die ein für alle Seiten wünschenswertes Ergebnis zulässt und ermöglicht. Dabei geht es gerade nicht darum, nachzugeben bevor es überhaupt zu einem Angriff gekommen ist, sondern wir sind gefordert mit unserem kompletten Wesen einzusteigen, uns zu öffnen und dann über die Verbindung, die wir so mit unserem Kampfpartner herstellen, eine neue Möglichkeit zu erschließen. Dies ist nicht etwa ein Zulassen, oder ein Hinhalten der anderen Wange, sondern das aktive Gestalten einer dynamischen Situation wie es von Führungskräften erwartet wird.

In die berufliche Praxis umgesetzt heißt das, dass Führungskräfte es sich verbieten, Situationen von vornherein in ein bestimmtes Schema zu kategorisieren, sondern die innere Bereitschaft mitbringen, sich von dem Denken „Nur ich habe Recht und meine Meinung ist die einzig richtige“ konsequent zu verabschieden.

Diese neue Haltung, besteht darin, dass ich mir zwar eine Meinung bilde und auch dazu stehe, dass ich aber immer einbeziehe, dass auch andere eine Meinung haben, die richtig, wesentlich und weiterführend sein kann.

Dies zuzulassen ist Ausdruck eines neuen, gelassenen Führungsstils und weist für jede Führungskraft persönlich wie auch für die MitarbeiterInnen einen gangbaren und vertrauenserweckenden Weg in die immer weniger vorhersehbare Zukunft. Weniger Stress, weniger Burnouts, mehr Glauben an die eigene Wirksamkeit und mehr echter Dialog sind die Folge.

Dies bildet die Grundlage, um in wechselhaften Zeiten, das Schiff auf dem Kurs und den Laden zusammenzuhalten.

Deutlich aber nicht hart

Die Week53 beginnt mit dem Blick auf sich und gleichzeig auf andere: „Ich habe mir meine Meinung/Entscheidung wohl überlegt, aber mein Gegenüber sicher auch. Was könnten seine Gedanken für mich bewirken? Wie können sie mich weiterbringen? Wie können wir gemeinsam weiterkommen?“

Dies ist der erste Schritt in eine Welt in der Partizipationskultur, Vertrauen, Ethikfähigkeit und echter Dialog keine leeren Worte mehr sind.

Führungskräfte, die es schaffen, geschmeidig aber nicht lasch, deutlich aber nicht hart, direkt aber nicht verletzend zu sein, schaffen ein Umfeld, in dem Spaltung und Schuldzuweisungen keinen Platz haben und in dem Prozesse keine Kämpfe, sondern positive Entwicklung sind.

In sich selbst investieren, heißt somit in die Zukunft zu investieren. Sich selbst von innen heraus zu verändern, ist das Ziel und die Grundlage allen Fortschritts.

Wollen Sie mitgehen?